Glossar: Begriffserklärungen

Flip-Flop-Lackierung

Autor:  Peter Diehl
Flip-Flop-Lackierung
Blau-Grün-Flop an einem Triumph Italia 2000 Coupé. Zwischen der Herstellungszeit des Fahrzeugs und dem Aufkommen solcher Lackierungen liegen rund zweieinhalb Jahrzehnte.

Mitunter ist es nicht einfach, nahe beieinander liegende Begriffe klar zu trennen. Wir helfen dabei. Für andere, bislang mehr schlecht als recht erklärte Begriffe finden wir allgemein verständliche Worte.

 

Was ist das Besondere an einer Flip-Flop-Lackierung?

 

Eine als Flip-Flop (oder nur Flop) bezeichnete Lackierung ändert ihr Erscheinungsbild in Abhängigkeit des Betrachtungswinkels. Obwohl genau genommen Farbton- und Helligkeits-Flop unterschieden werden, ist mit Flip-Flop-Lackierung in der Regel eine Lackierung mit Farbton-Flop gemeint, deren fachlich korrekte Bezeichnung Interferenzlackierung lautet.

Für die Interferenz (Überlagerung von Wellen, hier Lichtwellen) verantwortlich sind im Lack enthaltene Pigmente, die auftreffendes Licht reflektieren und, abhängig vom Reflektionswinkel, einzelne Wellenlängen verstärken oder löschen. Diese Effekte werden konstruktive bzw. destruktive Interferenz genannt. Ändert sich der Betrachtungswinkel, beispielsweise durch Vorbeilaufen am Fahrzeug, so ändert sich für den Betrachter der Farbton der Lackierung, häufig sogar mehrfach.

Flip-Flop-Lackierungen kamen, abhängig vom Farbtonwechsel, in den 1980er und 1990er Jahren auf den Markt.