Glossar: Begriffserklärungen

Fuchs-Räder

Autor:  Peter Diehl
Fuchs-Rad
Fuchs-Rad an einem bb Porsche Turbo Targa Rainbow

Mitunter ist es nicht einfach, nahe beieinander liegende Begriffe klar zu trennen. Wir helfen dabei. Für andere, bislang mehr schlecht als recht erklärte Begriffe finden wir allgemein verständliche Worte.

 

Woran sind Fuchs-Räder zu erkennen?

 

Seit 1965 produziert die Otto Fuchs KG mit Sitz in Meinerzhagen (Sauerland) Pkw-Räder aus geschmiedeten Leichtmetalllegierungen. Die Räder werden als Erstausrüstung an die Automobilindustrie oder als Zubehör an den Teilehandel geliefert. Somit existiert inzwischen eine Vielzahl von Raddesigns dieses Herstellers. Dennoch ist ein einziges Raddesign gemeint, wenn in der Oldtimerszene von Fuchs-Rädern die Rede ist.

Diesen Status besitzt ausgerechnet das Erstlingswerk, entwickelt 1965 als Serienausstattung für den Porsche 911 S. Erstmals vorgestellt wurden Fahrzeug und Raddesign auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 1965 in Frankfurt.

Charakteristisch für das geschützte Design ist der Radstern mit fünf Armen, die sich in Richtung Nabenbohrung zu verjüngen scheinen. Jedes Rad wurde – damals ein Novum – aus einem Stück geschmiedet. Es folgten Feinbearbeitung, Wärmebehandlung, teilweises Polieren sowie Eloxieren. Bezüglich der Farbgebung sind mehrere Varianten bekannt. Bei frühen Fuchs-Rädern sind allein die Bereiche um die Bohrungen der fünf Radschrauben in Mattschwarz gehalten. Spätere Fuchs-Räder weisen großflächiges Mattschwarz in den tiefen Bereichen oder am gesamten Radstern auf. Möglich war auch eine alternative Farbgebung des Radsterns, wobei es sich um die Wagenfarbe oder eine Kontrastfarbe handeln kann.

Neben dem Ur-911er, der so genannten F-Baureihe, kamen Fuchs-Räder auch an der nachfolgenden G-Baureihe sowie am 914/6 als Serienausstattung oder optional zum Einsatz, was eine ungewöhnlich lange Bauphase von 1965 bis 1989 bedeutet. Auch jüngere und aktuelle Porsche-Baureihen lassen sich mit Fuchs-Rädern ausstatten. Hierzu werden seit 2009 so genannte Retro-Fuchs-Räder produziert.