Glossar: Begriffserklärungen

Special und Tribute Car

Autor:  Peter Diehl
Special und Tribute Car
Zweifellos ein Tribute Car: zur Zeitmaschine aus der Kinofilm-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ umgebauter DeLorean DMC-12

Mitunter ist es nicht einfach, nahe beieinander liegende Begriffe klar zu trennen. Wir helfen dabei. Für andere, bislang mehr schlecht als recht erklärte Begriffe finden wir allgemein verständliche Worte.

 

Wofür stehen Special und Tribute Car?

 

Der Begriff Special wird bereits seit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Er kennzeichnet ein Fahrzeug, das nach der Herstellung umgebaut wurde, jedoch noch immer seine identitätsgebende Baugruppe (Rahmen oder Karosseriebereich mit FIN, ggf. auch legal registrierter Ersatzrahmen) besitzt. Der Umbau kann sowohl die Karosserie als auch eine andere Hauptkomponente des Fahrzeugs betreffen.

Abhängig vom Zeitpunkt des Umbaus, werden diese drei Arten von Specials unterschieden:

  • historische Specials, verändert innerhalb der normalen Gebrauchsphase
  • historische Specials, verändert außerhalb der normalen Gebrauchsphase, jedoch vor mindestens 30 Jahren
  • moderne Specials, verändert außerhalb der normalen Gebrauchsphase, jedoch vor weniger als 30 Jahren

Zur letztgenannten Art von Specials würde beispielsweise ein 1938er Horch 853 Cabriolet zählen, welches 1998 mit einer Roadster-Karosserie im Stil des Horch 855 versehen wurde.

Wichtig ist die Kennzeichnung eines derart veränderten Fahrzeugs als Special. Empfohlen wird eine Bezeichnung unter Einbezug von Bau- und Umbaujahr. Die Bezeichnung des genannten Beispielfahrzeugs würde somit Horch 853 Special 1938/1998 lauten. Ist der Umbauer bekannt, kann auch dessen Name integriert werden, also beispielsweise Horch 853 Meier Special 1938/1998.

Eine Unterart des Specials ist das so genannte Tribute Car. Dabei handelt es sich um den Umbau eines Standardmodells zu einem besonderen und auch besonders bekannten Fahrzeug der Baureihe. Im Regelfall geschieht das außerhalb der normalen Gebrauchsphase, wenn das Vorbildfahrzeug bereits den Status eines Sammler- oder sogar Kultfahrzeugs erlangt hat. Als Beispiel sei ein Aston Martin DB5 Coupé genannt, welches mit den Umbauten und Zubehörteilen versehen wurde, die auch das Requisit aus „Goldfinger“ und anderen Kinofilmen der James-Bond-Reihe besitzt. Selbstverständlich würde dem Umbau die dokumentierte historische Identität des Vorbildfahrzeugs fehlen und er könnte auch nicht in dessen historische Identität eintreten.